Gedanken.Los

… der Versuch, das Gefühlschaos zu ordnen

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Wissen, wann genug ist.

Das spontane Treffen am Montag war richtig schön. Mal ein ganz normales Treffen.
Wir haben uns ans Wasser gesetzt und gequatscht. Und es war wirklich schön.
Obwohl wir 2 Wochen kaum Kontakt hatten, brauchte ich keine Eingewöhnungsphase.
Natürlich hat vorallem er gerdet, aber ich höre ihm auch einfach zu gerne zu.
Neben dem ganz normalen Geplauder, hat er mich auch noch auf einen Übernachtungsausflug eingeladen. Ich war total geplättet und überrascht. Mal sehn, ob es wirklich dazu kommt. Wäre schon in zwei Wochen.
Außerdem habe ich auch noch zwei andere Sachen herausgefunden.
Obwohl diese jetzt eigentlich keine all zu große Rolle mehr spielen, bzw es eventuell besser gewesen wäre, ich hätte sie nicht erfahren. Denn gestern hat er mich erneut gefühlte 100km zurückgeschleudert, als er wieder einmal erwähnte, dass er derzeit niemanden etwas vorschreiben möchte und sich auch nichts vorschreiben lassen will. Und natürlich musste er in diesem Atemzug auch nochmal erwähnen, dass er keine feste Bindung derzeit eingehen möchte. Na ja, im Endeffekt zeigt mir das nur, dass ich mir auf den bevorstehenden Ausflug nichts einbilden sollte. Außerdem habe ich heute auch noch eine andere Entscheidung diebezüglich getroffen, aber dazu später.
Die zwei neuen Fakten, die er mir am Montag vortrug, waren zum einen, dass er gerne später noch ein Kind haben würde, und dass er das mit dem Haus und Garten nicht ganz ausschließt. Wäre es am Wasser, würde er nicht nein sagen.
Das waren natürlich genau die Punkte, weswegen ich immer dachte, das Ganze macht ja so oder so keinen Sinn, da wir in diesen Vorstellungen nicht zueinander passen. Und ich finde, dass ich nicht mehr eine Beziehung eingehen muss, die von vornerein ein Verfallsdatum hat. Nicht, dass ich denke, dass er der Vater meiner Kinder wird, aber wenn ich mit jemanden zusammen komme, möchte ich dennoch, dass diese Werte übereinstimmen. Sonst brauch ich mir das Ganze nicht antun. Macht für mich einfach keinen Sinn mehr, Gefühle zu investieren, wo ich doch von Anfang an weiß, dass es zu einer Trennung kommen wird.
Und falls es doch gut läuft, wäre es ja nur sinnvoll, wenn mein zukünftiger Mann&Vater meiner Kinder, auch wirklich Kinder will.
Aber wegen seiner Aussage von gestern, wäre es wohl besser gewesen, ich hätte diese zwei Dinge nicht erfahren. Denn mein nach einer Beziehung dürstendes Herz, macht sich nur zu gern Hoffnungen.
Zumindest bin ich dann heute zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht möchte, dass sich das Ganze zwischen uns jährt, ohne das wir einen Schritt weiter gehen.
Mit anderen Worten, entweder wir werden in den nächsten zwei Monaten ein Paar, oder ich lasse es. Ein bisschen Würde muss ich mir ja auch noch erhalten. Ich mache ja wirklich viel mit, bin verständnisvoll und selbstlos, aber genau so wünsche ich mir auch eine Beziehung. Und wenn das ganze Daten mit ihm nach einem Jahr nur Spaß und weiter nichts gebracht hat, dann reicht es auch. Mehr Zeit sollte ich dann darauf nicht verplempern. Nicht, dass ich es bereue, und ich werde es auch weiterhin genießen, aber nach einem Jahr ist auch Schluß. Dann sollte ich doch wieder schauen, bzw. mich umschauen, ob es nicht jemanden gibt, der mich richtig will, und der dazu bereit ist, mit mir mehr aufzubauen. Und vorallem, auf den ich endlich mal bauen kann…
Ich bin diese Männer, die sagen, sie müssten erstmal ihr Leben unter Kontrolle kriegen, es ordnen, sich selbst finden; wirklich satt.
Jemandem ein Jahr meiner Zeit&meiner Zuneigung zu schenken und dabei nichts zu verlangen, ist schon sehr großzügig, oder etwa nicht?