Gedanken.Los

… der Versuch, das Gefühlschaos zu ordnen

Archiv für grübeln

unkontrolliert.

Ich bin gerade ziemlich glücklich.
Aber nicht wegen A., denn das hat sich ganz plötzlich und aus heiterem Himmel erledigt.
Dafür gibt es jetzt jemand anderen. Ich muss ja zugeben, das ging lückenlos ineinander über, aber es ist ja auch jemand, den ich kenne und den ich mir vorallem eigentlich schon längst aus dem Kopf geschlagen hatte.
Nämlich dieser hier.
Vor ein paar Wochen haben wir seit längerem mal wieder etwas länger geschrieben. Und ich dachte mir, na ja, vielleicht kann das ja doch ne gute Freundschaft werden. Denn „damals“, also vor gut einem Jahr, haben wir uns ja auch super verstanden, und er ist auch einfach ein guter Kumpel, man kann mit ihm echt viel Spaß haben. Von daher dachte ich wirklich nur daran, dass man die Freundschaft ja wieder aufleben lassen könnte, wäre ne feine Sache, auch weil er nicht so weit weg wohnt.
Zumindest waren wir zusamen feiern, und im Club kam mir ganz plötzlich eine Idee. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich den ganzen Abend nicht mal einmal daran gedacht hatte, mich ihm irgendwie körperlich zu nähern. Denn er hatte mir ja klar und deutlich damals gesagt, dass unsere Erwartungen anders sind, und deshalb hatte ich ihn mir wirklich komplett ausgeredet.
Zurück zum eigentlichen! Er ging zur Bar und plötzlich kam mir der Gedanke, dass ich ja schon gerne jemanden küssen würde, und da wir ja nun Freunde sind, und ich damals ja leider nicht herausfinden konnte, wie er so küsst, kann ich ja mal fragen. Schließlich sind wir jetzt Freunde, da kann man ja mal fragen..
Also habe ich gefragt, ob ich herausfinden dürfte, wie er so küsst.. Und ich durfte. Ein paar Mal.
Danach hab ich mir jedoch noch nicht soo die Gedanken darüber gemacht, weil ich mir einfach keinen Reim draus machen konnte, wie er das sieht und ich war ja der Meinung, wir sind jetzt nur noch Freunde. Aber dann haben wir uns drei Tage später getroffen und es stellte sich heraus, dass er doch an mir interessiert war, also auch damals.
Das Treffen war auch schön, nur war es auch der Tag, an dem ich mich nochmal entgültig dafür entschieden hatte,dass es mit A. vorbei ist.
Und der alte Neue hatte zudem diesen Blick, den ich in den letzten 2 Singlejahren nur noch bei J. gesehen hatte. Und der mich auch da öfter verschreckt hatte. Nämlich dieser weiche, verletzliche, schmachtende Blick.
Das hat mir bei ihm letzte Woche irgendwie Angst gemacht, ich mag diesen Blick einfach nicht besonders.
Vorallem aber musste ich ihn mir wieder hervorkramen, ihn mir wieder gut reden, denn damals hatte ich ihn mir ja ausgeredet, und sowas kann ich echt gut, da kann ich nicht einfach so komplett wieder umswitchen und die Gefühle von damals hervorholen, da reicht ein Kuss nicht aus.
Deshalb war ich gestern vor unserem Treffen auch noch mal richtig aufgeregt, weil ich herausfinden wollte, ob sich meine Arbeit denn auch gelohnt hat.
Und ich habe gute Arbeit geleistet. Sein weicher Blick hat mir diesmal keine Angst mehr gemacht, plötzlich gefiel er mir. Denn ich konnte darin ja auch sehen, dass er mich echt gern hat. Ich glaube, er ist ein guter. Und er will mich.
Endlich mal jemand, den ich kennelerne, um herauszufinden, ob wir auch als Paar zusammen passen würden. Gestern war es wirklich richtig schön. Und erst nach dem Treffen habe ich herausgefunden, was es für eine Erleichterung ist, mich nicht kontrollieren zu müssen! Endlich muss ich meine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle halten, wie die letzten Jahren. Ich kann es einfach auf mich zukommen lassen. Und wenn ich es schön finde, kann ich es sagen und es ihm zeigen, ohne Angst haben zu müssen, ihn zu verschrecken oder zu viele Gefühle zu entwickeln.
Ich brauch mir nach einem Date nicht noch stundenlang den Kopf darüber zu zerbrechen, wie viele Gefühle ich bei mir zulassen kann, darf und will. Ich brauche das nicht mehr.
Ich kann einfach ich sein, wenn ich glücklich bin, und nicht in einer abgeschwächten Form, einfach nur ich, zu hundert Prozent.
Das ist wirklich befreiend, hätte ich niemals gedacht. Und habe es auch vorher nie so empfunden, dass ich mich immer extrem kontrolliert habe.
Es tut einfach nur gut. Ich bin glücklich, und ich bin einfach nur froh.
Jetzt hoffe ich nur, dass es weiterhin so gut läuft, und nicht wie mit J. endet, so dass ich von einen Tag auf den anderen plötzlich keinerlei Gefühle mehr habe, und alles weg ist.
Erstmal bin ich guter Dinge. Und befreit. Und einfach ich.

Wissen, wann genug ist.

Das spontane Treffen am Montag war richtig schön. Mal ein ganz normales Treffen.
Wir haben uns ans Wasser gesetzt und gequatscht. Und es war wirklich schön.
Obwohl wir 2 Wochen kaum Kontakt hatten, brauchte ich keine Eingewöhnungsphase.
Natürlich hat vorallem er gerdet, aber ich höre ihm auch einfach zu gerne zu.
Neben dem ganz normalen Geplauder, hat er mich auch noch auf einen Übernachtungsausflug eingeladen. Ich war total geplättet und überrascht. Mal sehn, ob es wirklich dazu kommt. Wäre schon in zwei Wochen.
Außerdem habe ich auch noch zwei andere Sachen herausgefunden.
Obwohl diese jetzt eigentlich keine all zu große Rolle mehr spielen, bzw es eventuell besser gewesen wäre, ich hätte sie nicht erfahren. Denn gestern hat er mich erneut gefühlte 100km zurückgeschleudert, als er wieder einmal erwähnte, dass er derzeit niemanden etwas vorschreiben möchte und sich auch nichts vorschreiben lassen will. Und natürlich musste er in diesem Atemzug auch nochmal erwähnen, dass er keine feste Bindung derzeit eingehen möchte. Na ja, im Endeffekt zeigt mir das nur, dass ich mir auf den bevorstehenden Ausflug nichts einbilden sollte. Außerdem habe ich heute auch noch eine andere Entscheidung diebezüglich getroffen, aber dazu später.
Die zwei neuen Fakten, die er mir am Montag vortrug, waren zum einen, dass er gerne später noch ein Kind haben würde, und dass er das mit dem Haus und Garten nicht ganz ausschließt. Wäre es am Wasser, würde er nicht nein sagen.
Das waren natürlich genau die Punkte, weswegen ich immer dachte, das Ganze macht ja so oder so keinen Sinn, da wir in diesen Vorstellungen nicht zueinander passen. Und ich finde, dass ich nicht mehr eine Beziehung eingehen muss, die von vornerein ein Verfallsdatum hat. Nicht, dass ich denke, dass er der Vater meiner Kinder wird, aber wenn ich mit jemanden zusammen komme, möchte ich dennoch, dass diese Werte übereinstimmen. Sonst brauch ich mir das Ganze nicht antun. Macht für mich einfach keinen Sinn mehr, Gefühle zu investieren, wo ich doch von Anfang an weiß, dass es zu einer Trennung kommen wird.
Und falls es doch gut läuft, wäre es ja nur sinnvoll, wenn mein zukünftiger Mann&Vater meiner Kinder, auch wirklich Kinder will.
Aber wegen seiner Aussage von gestern, wäre es wohl besser gewesen, ich hätte diese zwei Dinge nicht erfahren. Denn mein nach einer Beziehung dürstendes Herz, macht sich nur zu gern Hoffnungen.
Zumindest bin ich dann heute zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht möchte, dass sich das Ganze zwischen uns jährt, ohne das wir einen Schritt weiter gehen.
Mit anderen Worten, entweder wir werden in den nächsten zwei Monaten ein Paar, oder ich lasse es. Ein bisschen Würde muss ich mir ja auch noch erhalten. Ich mache ja wirklich viel mit, bin verständnisvoll und selbstlos, aber genau so wünsche ich mir auch eine Beziehung. Und wenn das ganze Daten mit ihm nach einem Jahr nur Spaß und weiter nichts gebracht hat, dann reicht es auch. Mehr Zeit sollte ich dann darauf nicht verplempern. Nicht, dass ich es bereue, und ich werde es auch weiterhin genießen, aber nach einem Jahr ist auch Schluß. Dann sollte ich doch wieder schauen, bzw. mich umschauen, ob es nicht jemanden gibt, der mich richtig will, und der dazu bereit ist, mit mir mehr aufzubauen. Und vorallem, auf den ich endlich mal bauen kann…
Ich bin diese Männer, die sagen, sie müssten erstmal ihr Leben unter Kontrolle kriegen, es ordnen, sich selbst finden; wirklich satt.
Jemandem ein Jahr meiner Zeit&meiner Zuneigung zu schenken und dabei nichts zu verlangen, ist schon sehr großzügig, oder etwa nicht?

Eins bleibt

Er ist noch nicht lange weg.
Aber immerhin, habe ich mich schon wieder ganz gut gefangen.
Ich war wirklich richtig traurig darüber, dass er heute gehn muss, und nicht hier bleibt. Vielleicht war ich auch ein wenig enttäuscht…
Denn heute habe ich es nicht ganz verstanden. Ja klar, seine Ex weiß ja nicht, dass er da was mit jemand andern laufend hat, und es wäre seltsam, wenn er früh morgens nicht neben ihr im Bett liegen würde, aber sie hat gerade Urlaub und der Kleine muss morgen nicht in die Kita, was zum einen heißen würde, A. müsste ihn nicht hinbringen, und zum anderen, kann seine Ex aufstehen, wenn der Sohnemann früh morgens am Bett steht, denn sie hat ja frei!
Von daher war ich schon sehr traurig, zum Ende hin, kurz bevor Aufbruchstimmung herrschte, als mir klar wurde, dass er wirklich nicht hier bleiben würde. Dabei hat er morgen nicht mal sooo viel zu tun auf Arbeit, nur ein Zelt aufbauen.. Ach egal.
Fakt ist, ich lag am Ende etwas betrübt im Bett neben ihm. Denn es war heute wirklich, wirklich richtig schön, so richtig schön! Ich weiß auch nicht. Ich habe auch heute gar nicht so lange gebraucht, um mich an ihn zu gewöhnen. Das letzte Treffen ist zwei Wochen her. Aber er hatte heute wieder strahlend gute Laune, und hat es mir so recht einfach gemacht, mich an ihn zu gewöhnen. Es war von Anfang an irgendwie schon schön. Ich kann noch nicht einmal richtig sagen warum. Zum Teil kam es mir echt so vor, als wären wir zusammen.
Wir daten jetzt im übrigen schon 5 Monate! Unglaublich..
Zurück zum Trübsalblasen. Ich war wirklich kurz davor zu weinen. Aber das konnte ich natürlich nicht neben ihm. In meinem Kopf habe ich mich darüber geärgert, dass er nicht bleibt, und die Gründe aufgezählt, und ihn innerlich angemeckert, und rumgezickt. Äußerlich war ich still. Ich habe kein Wort darüber verloren. Denn eigentlich, habe ich doch gar nicht das Recht dazu. Ich bin doch gar nicht in der Lage, ihn wegen so etwas anzuzicken, und irgendwo verstehe ich es ja auch.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube schon, dass er gemerkt hat, dass ich plötzlich extrem still war. Falls er es gemerkt hat, dann war das das erste Mal, dass ich ihn ernst und etwas traurig angesehen habe. Sonst grinse ich ja andauernd, aber da, war ich wirklich ernst.
Neben der Enttäuschung, habe ich mich auch noch zusätlich, über mich selber aufgeregt! Dass ich gerade das Bedürfnis habe, zu weinen, heißt ja, dass ich Gefühle investiere, und dass ich anscheinend ja doch auf dem Weg bin, mich zu verknallen. Und darüber habe ich mich geärgert. Dass ich eventuell Gefühle entwickel, und dass ich traurig und enttäuscht bin, wo ich es gar nicht sein müsste, sollte – dürfte!
Ach, ich weiß auch nicht. Das hat mich natürlich zusätzlich geärgert. Dämliches ich.

Nun, wo er aber wieder weg ist, und ich mich ja doch sehr schnell wieder regeneriert hab, weiß ich, dass ich noch nicht verknallt bin. Sonst wäre es ganz anders.
Wobei ich im Gefühle unterdrücken natürlich ein Ass bin, von daher könnte es auch sein, dass ich mir selber etwas vormache.
Aber andererseits.. ich glaube nicht, dass ich verknallt bin. Heute war wirklich ein richtig schönes Date, und zwischendurch dachte ich mir, „jetzt könnte ich mich verknallen“ und „eine Beziehung mit ihm, ist gar nicht soo abwegig“. Der springende Punkt dabei ist, dass ich dachte, jetzt könnte ich mich verknallen – ich tat es aber nicht.
Wäre auch zu schön. Das würde mir gar nicht in den Plan passen.
Zum einen, solange er noch nicht ausgezogen ist, machen Gefühle überhaupt keinen Sinn, und zum anderen, solange er nicht genug Single- und Kompromissfreie-Zeit hatte, sollte ich da auch nicht zu viel investieren – gefühlstechnisch natürlich nur.
Denn ansonsten läuft es ja ganz gut. Ich bin ihm gegenüber auch relativ offen, rede auch über persönliche Sachen, und über meine Familie. Und das wichtigste, er bringt mich immer noch zum Lachen und Strahlen.
Als ich vorhin so schlechte Laune hatte, hat er es komischerweise auch mehrmals geschafft, mich da rauszureißen, und mir ein Lächeln abzugewinnen.

Nur jetzt ist es fast so, als wäre er gar nicht hier gewesen.
Fünf Stunden war er hier, und alles was mir bleibt, ist sein Geruch in meiner Wohnung. Der einzige Indiz dafür, dass er hier war.

Unter Kontrolle

Bei insgesamt 7 Treffen sind wir jetzt. Das letzte war am 30.12. und wie ich finde, mit das beste bisher. Ich hab mich diesmal sehr wohl gefühlt. Und wie ich fand, auch mehr geredet als sonst. Ich war nicht ganz so still und leise, wie ich mich sonst die letzten Male immer empfunden hatte. Zwar weiß ich nicht, ob er das überhaupt bemerkt hat, aber für mich selber war es einfach anders. Wahrscheinlich öffne und gewöhne ich mich immer mehr an ihn..
Aber ich muss aufpassen, mich nicht zu verknallen. Denn bei diesem Treffen hab ich plötzlich kurzzeitig Gefühle empfunden, die da vorher noch nicht waren. Ich war sogar zeitweise richtig nervös.
Und deshalb muss ich nun etwas aufpassen, und darf auf jeden Fall so lange er nicht einen Schlußstrich unter seine Beziehung gesetzt hat, meinem Impuls nicht nachgehen. Bisher bin ich ja auch noch nicht verknallt, aber ich weiß einfach, dass das Ganze jetzt noch keinen Sinn machen würde. Mich in der derzeitigen Situation zu verknallen, wäre einfach nur dämlich und aussichtslos. Denn ich kann ihn weder ganz für mich alleine haben, noch kann ich zB eine Nacht mit ihm verbringen. Oder mich ganz allgemein ungezwungen mit ihm treffen, denn er ist ja durch seinen Sohn an bestimmte Zeiten gebunden. Und da er ja noch mit Kind und Kegel zusammen wohnt, ist er jeden Tag irgendwie gebunden. Und das mit dem bei mir übernachten, fällt ja sowieso flach…
Deshalb besinn ich mich jetzt einfach nur darauf, dass er mir gerade ganz gut tut, und dass ich es einfach so hinnehmen soll, wie es gerade ist, denn ändern kann ich daran sowieso nichts. Außerdem lerne ich ihn dadurch langsamer kennen und kann so mit etwas mehr Abstand an die ganze Sache rangehen, um mich gezielt wirklich erst dann zu verknallen, wenn ich merke er passt zu mir, und wenn ich weiß, es könnte Sinn machen. Bis dahin bleibt es bei einer ganz normalen Vorfreude auf unser nächstes Treffen. Natürlich muss ich zugeben, dass der Gedanke an ihn ein Lächeln in mein Gesicht zaubert, aber verknallt, das bin ich wirklich nicht. Das kann ich mit Bestimmtheit sagen!
Wenigstens mal eine Sache, die ich ganz gut unter Kontrolle habe. Noch zumindest.

Spannungskiller

Das mit diesem Neuen dauert jetzt schon 7 Wochen an, ohne das ich richtig weiß, woran ich bin. In den letzten 2 Wochen haben wir uns durch ein paar Partys etwas öfter gesehen, aber wir waren nie alleine, bzw immer war jemand drumherum, von dem ich nicht will, dass er/sie es erfährt, dass da eventuell etwas laufen könnte. Ich weiß ja nicht einmal, ob da was ist. Es ist auf alle Fälle jetzt an ihm, einen Schritt zu tun. Ich glaube, ich war deutlich genug, und er dürfte jetzt wissen, dass ich mich für ihn interessiere. So sehr kann er zumindest nicht auf dem Schlauch stehen.
Doch ich weiß nicht, was dieses oder jenes von ihm bedeuten soll. Ich weiß nicht, ob sein schweigsames mich anstarren verbunden mit einem Grinsen, seine Art von flirten ist. Ich weiß nicht, ob es etwas bedeutet, wenn er mich im Netz plötzlich anschreibt. Ich weiß einfach nicht, ob ich mir darauf etwas einbilden kann, oder ob das nur seine Art von Freundlichkeit ist, seine Art sich mit mir anzufreunden, aber eben nicht mehr zu wollen. Ich weiß es einfach nicht. Und so langsam geht die Spannung flöten. Denn dieses Schneckentempo killt einfach alles, jedes Kribbeln, jede Anspannung oder Aufregung. So macht das einfach keinen Spaß. Ich meine, in Sachen Geduld bin ich wirklich schon viel besser geworden, aber den Punkt, an dem ich dachte, es reicht mir, ich habe keine Geduld mehr, der ist schon längst überschritten. Jetzt ist es einfach nur noch ein: tja, dann warte ich halt ab, entweder es wird was, oder eben nicht, und wenn es nichts wird, dann halt Pech gehabt..
Wie man sieht, es hat sich leicht in eine ist-mir-fast-egal-Laune gewandelt. Natürlich freue ich mich immernoch wie ein Kleinkind darüber, wenn er mich anschreibt, aber auf der anderen Seite, denke ich nicht mehr so angestrengt über ihn und mich nach,wie ich es noch vor ein paar Wochen getan hab.
Von daher, abwarten und Tee trinken.
Ich bin viel ruhiger geworden, was das angeht. Aber dennoch muss ich zugeben, dass es ein wenig nervig ist, nach so langer Zeit nicht so recht zu wissen, woran man eigentlich ist. Auch weil es immer weniger spannend wird. Und falls es mehr als Freundschaft sein sollte, dann wäre es wirklich schade um die Spannung….

in netter/attraktiver Gesellschaft

Nachdem ich einen Tag lang immer wieder rumgeheult habe, war es danach aber auch besser.
Mir sind nicht mehr, so ganz ohne Vorwarnung, die Tränen in die Augen getrieben. Ich komme jetzt damit klar. Auch wenn es immer noch ein wenig traurig ist, und vorallem schade, so ist es dennoch ok. Mir fehlt es zwar, ihm jeden Tag mind. eine Mail zu schreiben, aber wir haben ja immer noch Kontakt und schreiben alle paar Tage ein paar Zeilen. Von daher ist eigentlich alles im Lot.
Jetzt gibt es wieder etwas Neues, was mich laufend zum Grübeln bringt. Es gibt da jemand anderen, mit dem ich seit kurzem befreundet bin, und der mich ehrlich gesagt auch interessiert.
Letzten Donnerstag, als ich von meinen Eltern wieder nach Hause fuhr, habe ich ihm geschrieben und gefragt, ob ich abends noch bei ihm vorbeikommen könnte.
Und so kam es, dass ich abends zu ihm fuhr,und wir schauten „The Green Hornet“, überraschend viel witziger als ich dachte. Danach haben wir ein wenig gequatscht, auch über Männer/Frauen und Beziehungen und noch so das ein oder andere Thema. Dann war es schon halb zwei, und ich meinte, ich will ihn nicht länger nerven, er verneinte meine Aussage, und so haben wir noch PS3 gezockt, nach Jaaaaahren hab ich mal wieder Tekken gespielt. Es hat wirklich Spaß gemacht und war ein toller Abend! Um halb fünf hat er mich dann noch zu meiner Tram gebracht. Es ist also ein ganz schön langer Abend geworden, aber wir haben uns echt gut verstanden und es einfach ein schöner und lustiger Abend. Natürlich ohne irgendwas. Beim Film und auch beim PS3 spielen später, saßen wir zwar ganz dicht nebeneinander, so dass sich unsere Arme berührten, und am Ende des Films habe ich auch meinen Kopf auf seine Schulter gelegt, aber mehr war da nicht.
Ich weiß auch gar nicht, wie er zu mir steht, und viel mehr hätte ich an dem Abend auch nicht gewollt. Es war einfach nur mehr als angenehm, in solch einer netten und attraktiven Gesellschaft zu sein, und an nichts außer das Jetzt zu denken.
Also mal sehn, was das wird, ob sich daraus einfach nur eine gute Freundschaft entwickelt, oder mehr.
Die Woche fährt er erstmal weg, und kommt erst Ende August wieder. Aber wenn ich diese Woche wieder raus zu meinen Eltern und meiner besten Freundin fahre, bin ich hoffentlich eh abgelenkt. Und dann ist mein Urlaub ja auch schon fast wieder vorbei, und die Arbeit wird mich dann hoffentlich auch ausreichend ablenken, so dass ich es mal aushalte, abzuwarten.
Zur Zeit drehen sich meine Gedanken zwar ganz schön sehr um ihn, aber das wird sich in ein paar Tagen auch schon wieder legen. Das liegt nur daran, weil der gemeinsame Abend noch so nah ist, und weil ich seit 2 Tagen mir nichts sehnlicher wünsche, als Zweisamkeit. Mal wieder. Aber es ist ja niemand da, den ich eben mal anschreiben könnte, komm vorbei. Deshalb muss ich auch das aushalten. Mal wieder alleine.

Feige

Ok, ich habe mich nicht verknallt. Das Wochenende war im Endeffekt gar nicht gut.
Also eigentlich war es schon ganz schön, aber zum Ende hin..
Ich fange am Besten von vorne an.
Am Freitag Morgen bin ich zu ihm geflogen. Ich habe erstmal gute 6h gebraucht, bis ich mich wieder an ihn gewöhnt hatte, aber dann war es eigentlich ganz schön. Wir waren zusammen in der Metro einkaufen, und haben es uns dann in seiner Wohnung gemütlich gemacht. Ich habe es wirklich genossen, und fand es schön.
Irgendwann dann im Laufe des nächsten Tages jedoch, kam die Erkenntnis – der Funke springt einfach nicht über und wird es auch nie! Nichtsdestotrotz war es ein ganz angenehmer Tag, nur dass mir von da an mehr und mehr Dinge auffielen, die mich nerven. Kleinigkeiten.
Ich ging auch immer mehr auf Abstand, habe ihn nicht von mir aus plötzlich geküsst, oder berührt.
Nach dem Sex am Abend, hätte ich beinahe losgeheult. Denn für mich war da schon klar, das wird keine Zukunft haben, aber er, er schaut die ganze Zeit noch so verknallt und ist total glücklich, ich hingegen überlege, wie ich es ihm am Besten sage.
Der letzte Tag kam, und ich rang von früh bis spät mit mir. Ich wusste schon genau, was ich sagen sollte, nur nicht wann! Erst dachte ich vor dem Frühstück, dann danach, dann bevor er wieder Pläne für den Urlaub schmiegt, dann bevor seine Freunde kommen, wenn sie gegangen sind, bevor wir zum Flughafen fahren…. Aber ich habe keine dieser Situationen genutzt. Mir war laufend übel, und ich war auch öfter kurz davor etwas zu sagen, aber ich konnte es einfach nicht. Dabei wusste ich doch, ich würde es nur noch schlimmer machen, wenn ich es nicht sage. Vorallem, weil er ja schon in einer Woche zu mir kommen wollte, um dann gemeinsam in den Urlaub aufzubrechen. Und auch, weil wir dann wieder hunderte Kilometer von einander entfernt wären, und ich eben nicht mehr die Möglichkeit hätte, es ihm persönlich zu sagen. Dabei wollte ich es ihm persönlich sagen. Denn das ist die einzige ehrliche und aufrichte Art und Weise. Aber ich habe es nicht geschafft. Ich wollte seinen Schmerz, seine Enttäuschung und seine Trauer nicht sehen. Allein wenn er mich schon so verliebt anschaut, was wird dann passieren, wenn ich ihm plötzlich sage, der Urlaub könnte ins Wasser fallen, denn ich hege keinerlei Gefühle für ihn.
Ich war feige. Ich habe es einfach nicht hingekriegt. Er hat aber auch gar nichts bemerkt, hätte er nicht irgendwas bemerken könn? Hätte er auch nur einmal gefragt, ob irgendwas ist, ich hätte es sofort gesagt. Aber so, an diesem letzten Tag, ich habe es einfach nicht über die Lippen gekriegt.
So saß ich dann also am Flughafen, wartete auf das Boarding, und musste die Tränen schnell wegwischen.
Ich war sauer und enttäuscht von mir. Jetzt fährt er nach Hause, mit einem super Gefühl. Er denkt, es war ein wunderschönes Wochenende, und er muss jetzt nur noch eine Woche arbeiten, bis er mich endlich wiedersieht. Doch er weiß nicht, was in meinem Kopf abgeht. Dass ich ganz anders über unsere Zeit zu zweit denke..
Zu Hause angekommen, habe ich auch noch überlegt, ob ich ihn vielleicht einfach anrufe, um es ihm wenigstens so halbwegs persönlich zu sagen. Aber die Idee fand ich dann irgendwie auch nicht so gut.
Also habe ich ihm spät Abends noch eine Mail geschrieben. Ich wollte es nicht noch weiter hinauszögern, das wäre einfach nicht fair.
Seine Antwort kam am nächsten Morgen, und versetzte mir einen Hieb in die Magengegend. Ich konnte seine Wut, Enttäuschung und Trauer förmlich spüren. Wie er meine Sätze kommentierte, war wirklich schonungslos. Mir war sofort kotzübel und die Tränen stiegen mir in die Augen – nicht das letzte Mal für den Tag.
Zum Glück ging unser Gespräch dann noch über ein paar weitere Mails, denn so ging es mir dann immerhin ein klein wenig besser, als er später wieder normal schrieb. Zwar ist mir immernoch schlecht, aber damit muss ich leben. Das wird sich auch so schnell erstmal nicht legen. Aber mir ist nicht mehr ganz so kotzübel wie heut früh, und ich fühle mich auch ein klein bisschen weniger elend.
Wären die anderen Mails nicht gewesen, hätte ich heute wohl an nichts anderes denken können. Na klar beschäftigt es mich trotzdem die ganze Zeit, aber es wäre ansonsten um einiges schlimmer gewesen.
Eigentlich muss ich auch lernen, aber so richtig konzentrieren mag ich mich nicht. Noch eine Sache, warum die Erkenntnis genau im falschen Moment gekommen ist. Jetzt werde ich mich die ganze Woche mit diesen Gedanken rumkämpfen, dabei muss ich wirklich noch viel lernen. Na ja, ich werde jetzt am besten schaun, dass ich noch was in mein Gedächnis geprügelt kriege.
Später am Abend liegt dann nämlich noch ein Gespräch mit ihm an. Mal sehn wie das wird, und ob ich dann nochmal wie ein Schloßhund losheule…