Gedanken.Los

… der Versuch, das Gefühlschaos zu ordnen

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unkontrolliert.

Ich bin gerade ziemlich glücklich.
Aber nicht wegen A., denn das hat sich ganz plötzlich und aus heiterem Himmel erledigt.
Dafür gibt es jetzt jemand anderen. Ich muss ja zugeben, das ging lückenlos ineinander über, aber es ist ja auch jemand, den ich kenne und den ich mir vorallem eigentlich schon längst aus dem Kopf geschlagen hatte.
Nämlich dieser hier.
Vor ein paar Wochen haben wir seit längerem mal wieder etwas länger geschrieben. Und ich dachte mir, na ja, vielleicht kann das ja doch ne gute Freundschaft werden. Denn „damals“, also vor gut einem Jahr, haben wir uns ja auch super verstanden, und er ist auch einfach ein guter Kumpel, man kann mit ihm echt viel Spaß haben. Von daher dachte ich wirklich nur daran, dass man die Freundschaft ja wieder aufleben lassen könnte, wäre ne feine Sache, auch weil er nicht so weit weg wohnt.
Zumindest waren wir zusamen feiern, und im Club kam mir ganz plötzlich eine Idee. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich den ganzen Abend nicht mal einmal daran gedacht hatte, mich ihm irgendwie körperlich zu nähern. Denn er hatte mir ja klar und deutlich damals gesagt, dass unsere Erwartungen anders sind, und deshalb hatte ich ihn mir wirklich komplett ausgeredet.
Zurück zum eigentlichen! Er ging zur Bar und plötzlich kam mir der Gedanke, dass ich ja schon gerne jemanden küssen würde, und da wir ja nun Freunde sind, und ich damals ja leider nicht herausfinden konnte, wie er so küsst, kann ich ja mal fragen. Schließlich sind wir jetzt Freunde, da kann man ja mal fragen..
Also habe ich gefragt, ob ich herausfinden dürfte, wie er so küsst.. Und ich durfte. Ein paar Mal.
Danach hab ich mir jedoch noch nicht soo die Gedanken darüber gemacht, weil ich mir einfach keinen Reim draus machen konnte, wie er das sieht und ich war ja der Meinung, wir sind jetzt nur noch Freunde. Aber dann haben wir uns drei Tage später getroffen und es stellte sich heraus, dass er doch an mir interessiert war, also auch damals.
Das Treffen war auch schön, nur war es auch der Tag, an dem ich mich nochmal entgültig dafür entschieden hatte,dass es mit A. vorbei ist.
Und der alte Neue hatte zudem diesen Blick, den ich in den letzten 2 Singlejahren nur noch bei J. gesehen hatte. Und der mich auch da öfter verschreckt hatte. Nämlich dieser weiche, verletzliche, schmachtende Blick.
Das hat mir bei ihm letzte Woche irgendwie Angst gemacht, ich mag diesen Blick einfach nicht besonders.
Vorallem aber musste ich ihn mir wieder hervorkramen, ihn mir wieder gut reden, denn damals hatte ich ihn mir ja ausgeredet, und sowas kann ich echt gut, da kann ich nicht einfach so komplett wieder umswitchen und die Gefühle von damals hervorholen, da reicht ein Kuss nicht aus.
Deshalb war ich gestern vor unserem Treffen auch noch mal richtig aufgeregt, weil ich herausfinden wollte, ob sich meine Arbeit denn auch gelohnt hat.
Und ich habe gute Arbeit geleistet. Sein weicher Blick hat mir diesmal keine Angst mehr gemacht, plötzlich gefiel er mir. Denn ich konnte darin ja auch sehen, dass er mich echt gern hat. Ich glaube, er ist ein guter. Und er will mich.
Endlich mal jemand, den ich kennelerne, um herauszufinden, ob wir auch als Paar zusammen passen würden. Gestern war es wirklich richtig schön. Und erst nach dem Treffen habe ich herausgefunden, was es für eine Erleichterung ist, mich nicht kontrollieren zu müssen! Endlich muss ich meine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle halten, wie die letzten Jahren. Ich kann es einfach auf mich zukommen lassen. Und wenn ich es schön finde, kann ich es sagen und es ihm zeigen, ohne Angst haben zu müssen, ihn zu verschrecken oder zu viele Gefühle zu entwickeln.
Ich brauch mir nach einem Date nicht noch stundenlang den Kopf darüber zu zerbrechen, wie viele Gefühle ich bei mir zulassen kann, darf und will. Ich brauche das nicht mehr.
Ich kann einfach ich sein, wenn ich glücklich bin, und nicht in einer abgeschwächten Form, einfach nur ich, zu hundert Prozent.
Das ist wirklich befreiend, hätte ich niemals gedacht. Und habe es auch vorher nie so empfunden, dass ich mich immer extrem kontrolliert habe.
Es tut einfach nur gut. Ich bin glücklich, und ich bin einfach nur froh.
Jetzt hoffe ich nur, dass es weiterhin so gut läuft, und nicht wie mit J. endet, so dass ich von einen Tag auf den anderen plötzlich keinerlei Gefühle mehr habe, und alles weg ist.
Erstmal bin ich guter Dinge. Und befreit. Und einfach ich.

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Wissen, wann genug ist.

Das spontane Treffen am Montag war richtig schön. Mal ein ganz normales Treffen.
Wir haben uns ans Wasser gesetzt und gequatscht. Und es war wirklich schön.
Obwohl wir 2 Wochen kaum Kontakt hatten, brauchte ich keine Eingewöhnungsphase.
Natürlich hat vorallem er gerdet, aber ich höre ihm auch einfach zu gerne zu.
Neben dem ganz normalen Geplauder, hat er mich auch noch auf einen Übernachtungsausflug eingeladen. Ich war total geplättet und überrascht. Mal sehn, ob es wirklich dazu kommt. Wäre schon in zwei Wochen.
Außerdem habe ich auch noch zwei andere Sachen herausgefunden.
Obwohl diese jetzt eigentlich keine all zu große Rolle mehr spielen, bzw es eventuell besser gewesen wäre, ich hätte sie nicht erfahren. Denn gestern hat er mich erneut gefühlte 100km zurückgeschleudert, als er wieder einmal erwähnte, dass er derzeit niemanden etwas vorschreiben möchte und sich auch nichts vorschreiben lassen will. Und natürlich musste er in diesem Atemzug auch nochmal erwähnen, dass er keine feste Bindung derzeit eingehen möchte. Na ja, im Endeffekt zeigt mir das nur, dass ich mir auf den bevorstehenden Ausflug nichts einbilden sollte. Außerdem habe ich heute auch noch eine andere Entscheidung diebezüglich getroffen, aber dazu später.
Die zwei neuen Fakten, die er mir am Montag vortrug, waren zum einen, dass er gerne später noch ein Kind haben würde, und dass er das mit dem Haus und Garten nicht ganz ausschließt. Wäre es am Wasser, würde er nicht nein sagen.
Das waren natürlich genau die Punkte, weswegen ich immer dachte, das Ganze macht ja so oder so keinen Sinn, da wir in diesen Vorstellungen nicht zueinander passen. Und ich finde, dass ich nicht mehr eine Beziehung eingehen muss, die von vornerein ein Verfallsdatum hat. Nicht, dass ich denke, dass er der Vater meiner Kinder wird, aber wenn ich mit jemanden zusammen komme, möchte ich dennoch, dass diese Werte übereinstimmen. Sonst brauch ich mir das Ganze nicht antun. Macht für mich einfach keinen Sinn mehr, Gefühle zu investieren, wo ich doch von Anfang an weiß, dass es zu einer Trennung kommen wird.
Und falls es doch gut läuft, wäre es ja nur sinnvoll, wenn mein zukünftiger Mann&Vater meiner Kinder, auch wirklich Kinder will.
Aber wegen seiner Aussage von gestern, wäre es wohl besser gewesen, ich hätte diese zwei Dinge nicht erfahren. Denn mein nach einer Beziehung dürstendes Herz, macht sich nur zu gern Hoffnungen.
Zumindest bin ich dann heute zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht möchte, dass sich das Ganze zwischen uns jährt, ohne das wir einen Schritt weiter gehen.
Mit anderen Worten, entweder wir werden in den nächsten zwei Monaten ein Paar, oder ich lasse es. Ein bisschen Würde muss ich mir ja auch noch erhalten. Ich mache ja wirklich viel mit, bin verständnisvoll und selbstlos, aber genau so wünsche ich mir auch eine Beziehung. Und wenn das ganze Daten mit ihm nach einem Jahr nur Spaß und weiter nichts gebracht hat, dann reicht es auch. Mehr Zeit sollte ich dann darauf nicht verplempern. Nicht, dass ich es bereue, und ich werde es auch weiterhin genießen, aber nach einem Jahr ist auch Schluß. Dann sollte ich doch wieder schauen, bzw. mich umschauen, ob es nicht jemanden gibt, der mich richtig will, und der dazu bereit ist, mit mir mehr aufzubauen. Und vorallem, auf den ich endlich mal bauen kann…
Ich bin diese Männer, die sagen, sie müssten erstmal ihr Leben unter Kontrolle kriegen, es ordnen, sich selbst finden; wirklich satt.
Jemandem ein Jahr meiner Zeit&meiner Zuneigung zu schenken und dabei nichts zu verlangen, ist schon sehr großzügig, oder etwa nicht?

Eins bleibt

Er ist noch nicht lange weg.
Aber immerhin, habe ich mich schon wieder ganz gut gefangen.
Ich war wirklich richtig traurig darüber, dass er heute gehn muss, und nicht hier bleibt. Vielleicht war ich auch ein wenig enttäuscht…
Denn heute habe ich es nicht ganz verstanden. Ja klar, seine Ex weiß ja nicht, dass er da was mit jemand andern laufend hat, und es wäre seltsam, wenn er früh morgens nicht neben ihr im Bett liegen würde, aber sie hat gerade Urlaub und der Kleine muss morgen nicht in die Kita, was zum einen heißen würde, A. müsste ihn nicht hinbringen, und zum anderen, kann seine Ex aufstehen, wenn der Sohnemann früh morgens am Bett steht, denn sie hat ja frei!
Von daher war ich schon sehr traurig, zum Ende hin, kurz bevor Aufbruchstimmung herrschte, als mir klar wurde, dass er wirklich nicht hier bleiben würde. Dabei hat er morgen nicht mal sooo viel zu tun auf Arbeit, nur ein Zelt aufbauen.. Ach egal.
Fakt ist, ich lag am Ende etwas betrübt im Bett neben ihm. Denn es war heute wirklich, wirklich richtig schön, so richtig schön! Ich weiß auch nicht. Ich habe auch heute gar nicht so lange gebraucht, um mich an ihn zu gewöhnen. Das letzte Treffen ist zwei Wochen her. Aber er hatte heute wieder strahlend gute Laune, und hat es mir so recht einfach gemacht, mich an ihn zu gewöhnen. Es war von Anfang an irgendwie schon schön. Ich kann noch nicht einmal richtig sagen warum. Zum Teil kam es mir echt so vor, als wären wir zusammen.
Wir daten jetzt im übrigen schon 5 Monate! Unglaublich..
Zurück zum Trübsalblasen. Ich war wirklich kurz davor zu weinen. Aber das konnte ich natürlich nicht neben ihm. In meinem Kopf habe ich mich darüber geärgert, dass er nicht bleibt, und die Gründe aufgezählt, und ihn innerlich angemeckert, und rumgezickt. Äußerlich war ich still. Ich habe kein Wort darüber verloren. Denn eigentlich, habe ich doch gar nicht das Recht dazu. Ich bin doch gar nicht in der Lage, ihn wegen so etwas anzuzicken, und irgendwo verstehe ich es ja auch.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube schon, dass er gemerkt hat, dass ich plötzlich extrem still war. Falls er es gemerkt hat, dann war das das erste Mal, dass ich ihn ernst und etwas traurig angesehen habe. Sonst grinse ich ja andauernd, aber da, war ich wirklich ernst.
Neben der Enttäuschung, habe ich mich auch noch zusätlich, über mich selber aufgeregt! Dass ich gerade das Bedürfnis habe, zu weinen, heißt ja, dass ich Gefühle investiere, und dass ich anscheinend ja doch auf dem Weg bin, mich zu verknallen. Und darüber habe ich mich geärgert. Dass ich eventuell Gefühle entwickel, und dass ich traurig und enttäuscht bin, wo ich es gar nicht sein müsste, sollte – dürfte!
Ach, ich weiß auch nicht. Das hat mich natürlich zusätzlich geärgert. Dämliches ich.

Nun, wo er aber wieder weg ist, und ich mich ja doch sehr schnell wieder regeneriert hab, weiß ich, dass ich noch nicht verknallt bin. Sonst wäre es ganz anders.
Wobei ich im Gefühle unterdrücken natürlich ein Ass bin, von daher könnte es auch sein, dass ich mir selber etwas vormache.
Aber andererseits.. ich glaube nicht, dass ich verknallt bin. Heute war wirklich ein richtig schönes Date, und zwischendurch dachte ich mir, „jetzt könnte ich mich verknallen“ und „eine Beziehung mit ihm, ist gar nicht soo abwegig“. Der springende Punkt dabei ist, dass ich dachte, jetzt könnte ich mich verknallen – ich tat es aber nicht.
Wäre auch zu schön. Das würde mir gar nicht in den Plan passen.
Zum einen, solange er noch nicht ausgezogen ist, machen Gefühle überhaupt keinen Sinn, und zum anderen, solange er nicht genug Single- und Kompromissfreie-Zeit hatte, sollte ich da auch nicht zu viel investieren – gefühlstechnisch natürlich nur.
Denn ansonsten läuft es ja ganz gut. Ich bin ihm gegenüber auch relativ offen, rede auch über persönliche Sachen, und über meine Familie. Und das wichtigste, er bringt mich immer noch zum Lachen und Strahlen.
Als ich vorhin so schlechte Laune hatte, hat er es komischerweise auch mehrmals geschafft, mich da rauszureißen, und mir ein Lächeln abzugewinnen.

Nur jetzt ist es fast so, als wäre er gar nicht hier gewesen.
Fünf Stunden war er hier, und alles was mir bleibt, ist sein Geruch in meiner Wohnung. Der einzige Indiz dafür, dass er hier war.

Geduldig

Es läuft immer besser mit A.
Zwar hatten wir schon über ein Dutzend Dates, aber ich weiß immer noch nicht, ob er auch wirklich zu mir passen könnte.
Aber das ist ja auch erstmal egal. Und eigentlich ist es besser so, wie es jetzt ist.
Denn wenn sich für mich doch herausstellt, dass er passt, dass wir harmonieren, dann möchte ich ihn auch wirklich haben. Aber das kann ich nicht. Jetzt noch nicht. Diesen Monat fängt seine „Freundin“ mit ihrem neuen Job an, und deshalb kann er diesen Monat ausziehen.
Ich weiß,dass er jetzt erst einmal die gewonnene Freizeit, das Ausschlafen und vorallem den weitaus geringeren Streß- und Streitpegel genießen will.
Wir lernen uns weiterhin noch kennen, und sehen, wo es hinläuft. Vielleicht wird irgendwann eine Beziehung daraus, vielleicht aber auch nicht.
Aber zur Zeit wäre er eh noch nicht bereit dafür, und ich würde es ihm auch beim besten Willen nicht aufzwingen. Er soll das jetzt erstmal genießen, dass er keine Kompromisse mehr schließen muss, sondern tun und lassen kann, was und wann er will.
Ein weiterer Pluspunkt an unserer derzeitigen Romanze, Datingstrecke oder wie auch immer man das bezeichnet ist, dass ich noch nicht verknallt bin.
Natürlich wünsche ich mir hin und wieder, er wäre bei mir, und ich könnte neben ihm einschlafen, aber verknallt bin ich nicht. Irgendwie gehe ich an das ganze viel rationaler ran, als an all die anderen Geschichten.
Aber das finde ich gar nicht so schlecht. Ja ok, ich könnte denken:“Na,na,na! Dass das mal nicht so läuft, wie meine zweite Beziehung. Wo ich unter der Woche immer relativ gefühlslos war,meinen Partner nicht vermisst hab, und nur am Wochenende,wenn wir uns gesehen haben, meinen Gefühlen freien Lauf ließ! Ob das die richtige Taktik war?!“
Dennoch finde ich es gerade so gut! Nämlich, dass ich ihn nicht vermisse! Und eben nicht daran kaputt gehe,wenn wir uns mal zwei Wochen nicht sehen!
Zur Zeit sehen wir uns alle ein bis zwei Wochen, und das ist ok! Wenn er hier ist, würde ich ihn jedes Mal am liebsten länger hierbehalten, aber an den anderen Tagen, wenn wir uns nicht sehen, da verspühre ich nicht dieses unsägliche Gefühl der Sehnsucht! Und das ist gut!
Abgesehen davon,dass es mich viel zu sehr ablenken würde, wäre es auch noch unsinnig!
Denn wenn ich diese Sehnsucht verspühren würde, und verknallt wäre, hieße das auch, dass ich ihn unbedingt so oft wie möglich bei mir haben will. Und natürlich, dass ich mit ihm zusammen sein will, aber beides bleibt mir ja noch verwehrt, und ist nicht so mirnichts dirnichts durchzuführen, von daher wäre es vollkommen sinnlos, wenn ich mich jetzt verknallen würde!
So sehr ich mich schon darauf freue, irgendwann wieder richtig verliebt zu sein, weiß ich doch, dass es jetzt gerade unpassend wäre. Ich warte lieber auf den passenden Moment, wenn ich es dann auch richtig ausleben kann, wenn es auch nicht mehr so viel ausmacht, Sehnsucht zu verspühren, weil ich dann weiß, dass er mich auch vermisst und wir uns bald wieder sehen.
Solange warte ich lieber noch.

Komisch,das scheint gerade die einzige Sache zu sein, bei der ich keine Ungeduld verspühre..

Erfolgreich gestillte Sehnsucht

Gestern Abend kam A. vorbei. Es war wirklich schön. Unser drittes gemeinsames Treffen. Nur wir zwei, niemand anderes. Gestern war das mit Abstand gemütlichste und beste Treffen. Von dem Erlebnis kann ich nun eine zeitlang zehren. Und meine leichte Sehnsucht, die nach dem letzten Wochenende aufgekeimt ist, ist nun erstmal gestillt.
Es ist schön wieder etwas für meine Tagträume zu haben!
Viel mehr gibt es auch nicht darüber zu erzählen. Ich weiß immer noch nicht, wohin das führen soll, und ob er jetzt anders über seine „Beziehung“ denkt, und der Tag, an dem mit seiner „Freundin“ ein ernstes Gespräch über ihre Lage führen muss, nun näher gerückt ist. Ich weiß es nicht. Ich denke zwar, dass der gemütliche Abend gestern ihn mit Sicherheit zum Nachdenken gebracht hat, aber da ist ja immernoch ihr gemeinsamer Sohn, von daher, glaube ich dennoch nicht, dass er so bald mit ihr über die Zukunft reden wird. Erwarten tu ich es eh nicht, weil ich mich dann auch ein wenig überfordert fühlen würde, da er ja mit Sicherheit erwartet, dass es mit uns etwas ernstes wird, was ich jedoch noch nicht sagen kann. Ich meine, na klar war es gestern schön, aber passen wir denn zusammen???
Ach egal, wir hatten einen tollen Abend und ich genieße das, was ich kriegen kann, einen Mann der mich begehrt, nicht mehr und nicht weniger.

Spannungskiller

Das mit diesem Neuen dauert jetzt schon 7 Wochen an, ohne das ich richtig weiß, woran ich bin. In den letzten 2 Wochen haben wir uns durch ein paar Partys etwas öfter gesehen, aber wir waren nie alleine, bzw immer war jemand drumherum, von dem ich nicht will, dass er/sie es erfährt, dass da eventuell etwas laufen könnte. Ich weiß ja nicht einmal, ob da was ist. Es ist auf alle Fälle jetzt an ihm, einen Schritt zu tun. Ich glaube, ich war deutlich genug, und er dürfte jetzt wissen, dass ich mich für ihn interessiere. So sehr kann er zumindest nicht auf dem Schlauch stehen.
Doch ich weiß nicht, was dieses oder jenes von ihm bedeuten soll. Ich weiß nicht, ob sein schweigsames mich anstarren verbunden mit einem Grinsen, seine Art von flirten ist. Ich weiß nicht, ob es etwas bedeutet, wenn er mich im Netz plötzlich anschreibt. Ich weiß einfach nicht, ob ich mir darauf etwas einbilden kann, oder ob das nur seine Art von Freundlichkeit ist, seine Art sich mit mir anzufreunden, aber eben nicht mehr zu wollen. Ich weiß es einfach nicht. Und so langsam geht die Spannung flöten. Denn dieses Schneckentempo killt einfach alles, jedes Kribbeln, jede Anspannung oder Aufregung. So macht das einfach keinen Spaß. Ich meine, in Sachen Geduld bin ich wirklich schon viel besser geworden, aber den Punkt, an dem ich dachte, es reicht mir, ich habe keine Geduld mehr, der ist schon längst überschritten. Jetzt ist es einfach nur noch ein: tja, dann warte ich halt ab, entweder es wird was, oder eben nicht, und wenn es nichts wird, dann halt Pech gehabt..
Wie man sieht, es hat sich leicht in eine ist-mir-fast-egal-Laune gewandelt. Natürlich freue ich mich immernoch wie ein Kleinkind darüber, wenn er mich anschreibt, aber auf der anderen Seite, denke ich nicht mehr so angestrengt über ihn und mich nach,wie ich es noch vor ein paar Wochen getan hab.
Von daher, abwarten und Tee trinken.
Ich bin viel ruhiger geworden, was das angeht. Aber dennoch muss ich zugeben, dass es ein wenig nervig ist, nach so langer Zeit nicht so recht zu wissen, woran man eigentlich ist. Auch weil es immer weniger spannend wird. Und falls es mehr als Freundschaft sein sollte, dann wäre es wirklich schade um die Spannung….

in netter/attraktiver Gesellschaft

Nachdem ich einen Tag lang immer wieder rumgeheult habe, war es danach aber auch besser.
Mir sind nicht mehr, so ganz ohne Vorwarnung, die Tränen in die Augen getrieben. Ich komme jetzt damit klar. Auch wenn es immer noch ein wenig traurig ist, und vorallem schade, so ist es dennoch ok. Mir fehlt es zwar, ihm jeden Tag mind. eine Mail zu schreiben, aber wir haben ja immer noch Kontakt und schreiben alle paar Tage ein paar Zeilen. Von daher ist eigentlich alles im Lot.
Jetzt gibt es wieder etwas Neues, was mich laufend zum Grübeln bringt. Es gibt da jemand anderen, mit dem ich seit kurzem befreundet bin, und der mich ehrlich gesagt auch interessiert.
Letzten Donnerstag, als ich von meinen Eltern wieder nach Hause fuhr, habe ich ihm geschrieben und gefragt, ob ich abends noch bei ihm vorbeikommen könnte.
Und so kam es, dass ich abends zu ihm fuhr,und wir schauten „The Green Hornet“, überraschend viel witziger als ich dachte. Danach haben wir ein wenig gequatscht, auch über Männer/Frauen und Beziehungen und noch so das ein oder andere Thema. Dann war es schon halb zwei, und ich meinte, ich will ihn nicht länger nerven, er verneinte meine Aussage, und so haben wir noch PS3 gezockt, nach Jaaaaahren hab ich mal wieder Tekken gespielt. Es hat wirklich Spaß gemacht und war ein toller Abend! Um halb fünf hat er mich dann noch zu meiner Tram gebracht. Es ist also ein ganz schön langer Abend geworden, aber wir haben uns echt gut verstanden und es einfach ein schöner und lustiger Abend. Natürlich ohne irgendwas. Beim Film und auch beim PS3 spielen später, saßen wir zwar ganz dicht nebeneinander, so dass sich unsere Arme berührten, und am Ende des Films habe ich auch meinen Kopf auf seine Schulter gelegt, aber mehr war da nicht.
Ich weiß auch gar nicht, wie er zu mir steht, und viel mehr hätte ich an dem Abend auch nicht gewollt. Es war einfach nur mehr als angenehm, in solch einer netten und attraktiven Gesellschaft zu sein, und an nichts außer das Jetzt zu denken.
Also mal sehn, was das wird, ob sich daraus einfach nur eine gute Freundschaft entwickelt, oder mehr.
Die Woche fährt er erstmal weg, und kommt erst Ende August wieder. Aber wenn ich diese Woche wieder raus zu meinen Eltern und meiner besten Freundin fahre, bin ich hoffentlich eh abgelenkt. Und dann ist mein Urlaub ja auch schon fast wieder vorbei, und die Arbeit wird mich dann hoffentlich auch ausreichend ablenken, so dass ich es mal aushalte, abzuwarten.
Zur Zeit drehen sich meine Gedanken zwar ganz schön sehr um ihn, aber das wird sich in ein paar Tagen auch schon wieder legen. Das liegt nur daran, weil der gemeinsame Abend noch so nah ist, und weil ich seit 2 Tagen mir nichts sehnlicher wünsche, als Zweisamkeit. Mal wieder. Aber es ist ja niemand da, den ich eben mal anschreiben könnte, komm vorbei. Deshalb muss ich auch das aushalten. Mal wieder alleine.