Gedanken.Los

… der Versuch, das Gefühlschaos zu ordnen

Archiv für Juni, 2011

Ich gehe es langsam an…

Langsam ist es mal an der Zeit, über die Tage bei ihm zu schreiben..
Es war sehr schön und auch echt entspannt. Ich hab ein paar seiner Freunde kennengelernt und auch seine Eltern. Andere würden das bestimmt als überstürzt sehen, aber ich fand es schön. Irgendwie gehört es ja auch zu dem Bild eines Menschen dazu, seine Eltern kennenzulernen. Außerdem ist er ja auch ein „Freund“, und von Freunden lernt man doch die Eltern irgendwann mal kennen..
Einen kleinen Tiefpunkt gab es nur am Samstag Abend. Als wir mit Freunden unterwegs waren. Ausgelöst wurde dieser gar nicht durch ihn, aber dennoch hatte plötzlich keine Lust mehr auf ihn. Wollte nicht, dass er mich anfasst, und bin auf dem Weg in seine Wohnung, so weit weg wie möglich von ihm gegangen. Und als wir dann in seiner Wohnung noch mit den anderen zusammensaßen, habe ich ihn auch erstmal ignoriert. Ich weiß auch nicht so recht. Ich hatte einfach ganz plötzlich keine Lust mehr auf ihn. War ganz seltsam.
Aber das hat sich dann mit der Zeit wieder etwas gelegt. Und der Sonntag war dann auch nochmal richtig schön entspannt. Am Ende des Abends dachte ich mir jedoch „das wird nichts“. Habe noch viel gegrübelt und irgendwie wollte das Gefühl auch in den letzten verliebenen Stunden am Montag nicht so recht weichen. Denn das Ding war einfach, dass er mir äußerlich nicht zu hundertprozent gefällt..
So gesehen war ich etwas enttäuscht von mir, dass ich am Ende nicht mit einem super guten Gefühl abfahre. Aber dagegen konnte ich ja schlecht etwas machen.
Nun sind mittlerweile über 1,5 Wochen vergangen, und wir schreiben immernoch täglich. Und es ist schön. Es macht Spaß. Ich habe mich dazu entschieden, noch weiter abzuwarten und zu schaun, wie es wird. Ich will ihn noch weiter kennenlernen und sehen, ob er mir als Mensch wichtig wird, und mir damit auch der kleine Makel egal wird. Denn es stimmt ja auch, dass jemand mit seinem Charakter schöner wird. Also werde ich einfach noch ein wenig abwarten und es ruhig angehen. Eigentlich ist es so ja auch ganz gut, dass ich mich noch nicht verknallt habe, so hält sich meine Sehnsucht in Grenzen.
Wir sehen uns jedoch schon nächste Woche wieder. Er kommt für ein paar Tage her, bevor ich dann am Freitag wegfliege. Ich bin gespannt wie das wird. Mal sehen, ob das Gefühl, dass das nichts wird, wiederkommt. Oder ob es erst gar nicht aufkommt, da wir nur so wenig Zeit zusammen verbringen.
Zum Einen hab ich auch ein wenig Angst, falls er mich diesmal nerven könnte, oder ich vielleicht doch ganz schnell denke:oh Gott, der gefällt mir nicht! Davor fürchte ich mich ein wenig. Denn eigentlich freue ich mich ja darauf, ihn wiederzusehen. Weil wir uns einfach so gut verstehen. Denn trotz meinem negativem Gefühl am Ende, habe ich nach 2 Tagen sofort wieder angefangen, unaufhörlich mit ihm zu schreiben. Denn es ist einfach schön, und mir würde es auch fehlen, wenn es nicht mehr wäre.
Von daher ist das alles etwas seltsam. Aber genau deshalb, will ich ja auch noch abwarten. Er ist mir irgendwie wichtig, aber der Funke ist noch nicht übergesprungen. Also einfach noch weiter schreiben und Vertrauen aufbauen, und dann mal schauen, ob Gefühle bei mir entstehen.
So viel dazu.

Vorfreude

Nur noch ein paar Stunden, dann geht mein Zug.
Dann fahre ich zu ihm. Bin aufgeregt und gespannt. Aber immerhin ist mir nicht mehr so schlecht, wie noch vor 2 Tagen. Es hat sich ein wenig gelegt. Obwohl es sich natürlich immernoch so anfühlt, als hätte ich einen dicken, fetten Knoten im Magen.
Hin und wieder wird mir auch etwas übel, aber eigentlich freue ich mich einfach. Auf ein paar Tage Zweisamkeit. So viele Tage hintereinander war ich seit der Trennung nie wieder mit jemanden „zusammen“. Das Schönste dabei: nicht alleine einzuschlafen und aufzuwachen. Na ja, und dass da natürlich jemand ist, der etwas für mich empfindet. Das kann meinem Selbstwertgefühl ja nur gut tun – hoffentlich. Wird ja auch langsam wieder Zeit, fühle mich schon wieder seit ein paar Monaten unwohl, aber tu es immer schnell ab, will mich nicht damit beschäftigen. Denke aber auch, dass das mit das Beste ist, was ich tun kann. Mich jeden Tag deswegen fertig zu machen, hilft ja auch nicht. Einfach aushalten, und irgendwann wird das Gefühl schon wieder besser werden. Hoffentlich.
Nun werd ich noch den Rest zusammenpacken, bevor ich in 2 Stunden zum Bahnhof fahre.
Die Magenkrämpfe nehmen gerade ein wenig zu, deshalb schnell ablenken!