Gedanken.Los

… der Versuch, das Gefühlschaos zu ordnen

Archiv für Februar, 2010

Wirrwarr

Mein Gefühl ist es, einfach loszuschreiben. Ich weiß nicht warum, weshalb. Aber irgendetwas reift da in meinem Kopf heran.
Ich bin durcheinander, verwirrt, unentschlossen, und ein wenig verzweifelt und einsam.
Schon wieder gebe ich mich irgendwelchen Illusionen hin, und habe dabei das Gefühl, nicht das Leben zu führen, das ich will, das ich leben will.
So recht weiß ich aber auch nicht, was los ist. Dieses ganze geträume immer. Als wenn ich nie lange zufrieden sein kann, mit dem was ich habe.
Irgend etwas taucht dann immer auf, und lässt in mir die Sehnsucht aufkeimen. Ich fange an mich in Tagträumen zu verlieren, werde melancholisch,
unzufrieden und am Ende frustriert&wütend.
Nicht nur weil ich das, was ich mir wünsche, eh nicht kriege, sondern auch, weil ich mich wieder habe hinreißen lassen, solche Wünsche überhaupt entstehen zu lassen und mich stundenlang damit beschäftigt habe.
Aber ich kann es irgendwie nicht lassen. Mit was soll man sich auch sonst in der Bahn ablenken,wenn man gerade sein Buch ausgelesen hat?
Da fängt man eben mal so an, vor sich hinzuträumen..oder?

Ich meine, na klar, irgendwann flachen die Wunschträume auch wieder ab. Denn die Zeit, die vergeht, ohne dass sich zur Erfüllung dieser Träume etwas getan hätte, lässt sie einfach verblassen. Aber was, wenn wieder genug Zeit vergangen ist, in der ich ganz klar eingesehen habe, dass diese Wünsche eben nur Träume waren, die sinnlos, unrealistisch und irgendwie falsch waren, um dann am Ende genau wieder da zu stehen, wie zuvor: mit genau dem gleichen Wunschtraum.
Es ist so wie „die Zeit heilt alle Wunden“. Ich habe den Traum abgelegt, habe angefangen einzusehen, dass er total dämlich war, damit sogar gut gelebt – aber dann, vielleicht auch gerade, weil nochmal ein paar Monate mit dem „reinen Gewissen“ vergangen sind, ist er wieder da. Es gab einen Auslöser, wie auch immer dieser ausgesehen hat, und schwupps, schon fängt die ganze Träumerei wieder von vorne an, mit genau dem gleichen Wunschtraum. Aaah !
Ein Kreislauf der nie zu enden scheint.
Und ich fange wieder von vorne an. Träumen, verblassen, einsehen, vergessen, wieder träumen….

Einsam

Ich fühle mich total einsam und allein.
Bin jetzt wieder zu Hause und sitze verlassen vor meinem Laptop.
Vorhin, als ich noch keine fünf Minuten mit dem Auto fuhr, durchlebte ich plötzlich ein richtiges Tief. Es hat sich ja schon etwas angedeutet, dass ich langsam wieder in eine etwas depressivere Phase falle, schon die ganzen letzten Tage habe ich das Gefühl, ich könnte jeden Moment losheulen. Hin und wieder sind mir auch die Tränen gekommen, die ich jedoch schnell wieder trocknen musste.
Vorhin war es dann wieder so, plötzlich wurden meine Augen glasig und ich habe mich total mies gefühlt. Ich war richtig fertig. Aber es war nicht der richtige Augenblick. Ich musste mich auf das Fahren konzentrieren und deshalb habe ich mich schnell wieder beruhigt.
Kurz bevor ich losfuhr, habe ich noch alte Photos gefunden, viele von meiner Mama. Ich habe ihr dann noch eine kleine Überraschung gebastelt, und einige Bilder an einen Spiegel geklebt. Mal sehen, was sie dazu sagen wird. Zumindest waren da auch ein paar Bilder von ihr und ihren Freunden dabei, und ganz plötzlich hatte ich das Gefühl etwas zu verpassen, und dass ich meine Jugend vergeude. Oft habe ich gedacht, ich bin doch noch jung, da werden noch eine Menge gute Zeiten kommen, aber vorhin dachte ich das nicht. Ich meine, jetzt bin ich schon wieder so traurig, und glücklich bin ich schon lange nicht mehr. Wie soll denn das weiter gehen? Das ist doch kein Leben, oder? Durch meine Traurigkeit versaue ich mir doch alles. Ich habe das Gefühl, nicht so zu leben, wie ich es sollte. Mir fehlt der Pepp, die Leichtigkeit, die Freude, das Gefühl glücklich zu sein, mit Herz und Seele geliebt zu werden, begehrt zu werden und vorallem fehlt es mir auch an Zärtlichkeiten, an Innigkeit. Und das ist es auch, was mir gerade in diesem Moment zu schaffen macht. Ich wünsche es mir so sehr, aber ich werde nicht das kriegen, was ich mir erhoffe und wünsche.
Das ist doch bescheuert. Gefühlstechnisch schwanke ich nur noch zwischen irgendwie ganz zufrieden und fast glücklich zu sein (die Hoffnung stirbt zuletzt..), und total verzweifelt, unglücklich und kurz davor es zu beenden (irgendwann ist auch genug).
Aber so recht weiß ich nicht. Ich stehe zwischen den Stühlen und weiß nicht weiter. Abends sieht mal wieder alles viel schlimmer aus als frühs.
Erst vor einiger Zeit habe ich abends sowas von geheult, ich habe sogar angefangen am ganzen Körper so sehr zu zittern, wie ich es noch nie getan habe, ich hätte wahrscheinlich nicht mal ein halbleeres Glas Wasser in der Hand halten können, ohne es auszuschütten.
Es war einfach nur schrecklich, richtig schrecklich. Ich war so verletzt, weil ich wieder das Gefühl hatte, er versteht es einfach nicht, und er will nichts machen, und ich bin an allem Schuld. Es tut mir so weh und er scheißt auf meine Gefühle. Ich weiß natürlich dass er das nicht macht, zumindest nicht völlig, aber etwas tun kann er auch nicht. Und das ist es, was es so beschissen macht.
Ich kann ihm nicht vertrauen, wer weiß, wenn ich mich so anpasse, wie es ihm gefällt, vllt ist es ihm ja dann etwas später auch nicht genug. Und was soll in 20, 30 Jahren erst sein?!
Plötzlich erscheint es, als hätte ich mich komplett in ihm getäuscht.
Auch wenn er es beteuert, er liebt mich nicht richtig. Das ist doch so keine Liebe!
Wie kann er denn so noch mit mir so gern zusammen sein wollen, wenn wir dieses riesige Problem haben? Ich verstehe das einfach nicht.

Und schon fange ich wieder an zu weinen… die Buchstaben verschwimmen….
Wie sehr habe ich mir schon den Mund fusselig geredet.
Wie gern würde ich jetzt getröstet werden, aber ich will mit niemanden drüber reden. Mein Bedarf darüber zu reden ist zur Zeit gedeckt. Wenn ich gefragt werde, wie es denn zur Zeit bei uns steht, habe ich einfach keine Lust darüber zu reden oder zu schreiben.
Erstens ist es eh immer das Gleiche, zweitens würde ich anfangen zu weinen, drittens fange ich dann wieder an mir darüber den Kopf zu zerbrechen, und viertens bringt es eh nichts, da ich nicht weiter weiß.

Das reicht jetzt aber auch wieder.
Wie oft habe ich schon über all dies nachgedacht? Mein Kopf dröhnt. Eigentlich wollte ich keine Tränen mehr darüber vergießen, aber das schaffe ich einfach nicht…
Ich weiß, ich sollte mich damit nicht länger quälen, wenn es mir so schlecht damit geht. Aber ich liebe ihn einfach. Ich finde ihn von der Haarwurzel bis zum kleinen Zeh attraktiv und in seiner Nähe fühle ich mich geborgen….
Das ganze ist echt nervig und raubt mir wertvolle Zeit, denn sobald ich einmal angefangen habe, darüber nachzudenken, kann ich so leicht nicht mehr aufhören..
Jetzt ist aber Schluß. Ich will den Tag jetzt einfach schnell hinter mich bringen. Ich werde noch etwas lesen und dann hoffentlich etwas schönes träumen…

Na toll…

Jetzt kann ich mir von meiner besten Freundin anhören, dass sie endlich mit dem Typen geschlafen hat, den sie schon seit langem im Blick hat. Daran ist ja noch nichts schlimmes, ich freu mich sogar für sie, so war der gestrige Abend wahrscheinlich erfolgreicher, als sie es sich hätte vorstellen können.
Aber das ist es nicht, es ist einzig und allein der Bericht darüber, was der Typ zu ihr gesagt hat, dass er es toll fand, und vorallem, dass er ihren Körper so bewundert hat.
Und nun ist es wieder da. Ich will meine Essstörung zurück.
Ich fühle mich ja eh schon wie im letzten Beitrag berichtet, immer öfter schlecht, und heute ist das auch nicht viel besser, aber jetzt hat sich das Gefühl gleich nochmal um ein vielfaches potenziert.
Was für ein schönes Wochenende -.-
Ich sollte die Unterhaltung jetzt schnellstens abbrechen und zu meinem Bruder&Family fahren, meine zwei kleinen Neffen werden mich hoffentlich aufmuntern, davon bin ich fest überzeugt.
Und das ist das Einzige,was ich jetzt brauche…

Ich bin einfach viel zu ungeduldig….

Upgrade

So,nach langer Zeit wieder.
Viel passiert und auch wieder nicht…
Sitze an meinem niegelnagelneuem Laptop und werde wenn ich hier mit Arbeiten fertig bin, und der Spielfilm vorbei ist, noch ein wenig auf der niegelnagelneuen Konsole spielen.
Und sonst?
Habe mir den Mund fusselig geredet was die Beziehung angeht, sowohl bei Gesprächen mit ihm, als auch bei Gesprächen mit meiner Therapeutin.
Ich habe das Thema langsam satt – nein, nicht langsam, ich habe es total satt! Ich habe keine Lust mehr darüber zu reden. Es ist doch immer wieder das Gleiche und ich weiß mir ja doch nicht zu helfen. Es bringt nichts mehr. Ok, beim letzten Mal hat sie nochmal ein, zwei neue Ideen gebracht, aber das war’s auch. Ich will darüber nicht mehr reden. Ich will über ganz andere Sachen reden.
Denn ich weiß, ich habe mein eigentliches Ultimatum verlängert, zeitweise war ich total sicher, dass ich das durchziehe, aber jetzt, jetzt steh ich wieder unsicher auf den Beinen, habe Angst, bin naiv und schwach. Vielleicht ändert sich noch etwas. Nein, ich meine natürlich, vielleicht ändere ich mich noch etwas… Ich weiß, ich bin nicht glücklich, aber, mein Gott, was soll ich machen. Ich kann gerade nicht anders… Ich bin verzweifelt, fühle mich hilflos und bin traurig. Und ich habe vorallem das Gefühl, dass er keinen Schritt auf mich zu macht, er macht ja auch keinen. Alles was ich bis jetzt gesagt habe, alle Vorschläge die ich bisher unterbreitet habe, hat er abgelehnt oder erst gar nicht kommentiert. Wie auch immer.
Vielleicht ziehe ich ja eh in 2,5 Jahren weg, und da er nicht mitkommen würde, würde es vielleicht so ein Ende nehmen. So kann ich mich darum drücken jetzt eine Entscheidung zu fällen… Ich lasse es einfach so laufen…

Wie auch immer.
Ich fühle mich wieder schlechter. Ich bin dick und fett geworden. Ich habe mich letztens wieder übergeben, es war nicht das einzige Mal in den letzten Monaten, aber es ist auch nicht häufig passiert. Nur wenige Ausnahmen.
Ich habe das Gefühl, ich könnte wieder abrutschen, da ich mich so richtig mies fühle. Zum Glück lenkt mich die Arbeit immer gut ab, und so habe ich das schreckliche Gefühl meistens frühs, und abends und hin und wieder am Tage.
Ich will endlich wieder Sport machen, das Wetter soll sich ein wenig verbessern. Es muss ja nich gleich warm werden, aber wenigstens so, dass die ganze Eisschicht von den Wegen wegschmilzt und man nicht mehr bei jedem Schritt auf den Boden starren muss und es sicherer wäre zu schlittern anstelle zu laufen.
Ich muss abnehmen, aber ich darf auch nicht aufhören zu essen. Und ich darf nicht kotzen.
Ich habe nicht aufgehört zu essen, aber dennoch esse ich in den letzten Wochen hin und wieder weniger, nur 2 Malzeiten am Tag. Ein belegtes Brötchen als Frühstück und noch irgendwas zum Abendbrot. Das ein oder andere Mal auch noch eine Zwischenmahlzeit,wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Aber dennoch ist das kein Essen, wie ich es in der Therapie gelernt habe, zumindest würden die bestimmt nicht erfreut sein, wenn ich derzeit ein Essensprotokoll führen würde und sie es sehen würden.
Manchmal kommt mir das alles so verdammt weit weg vor. Dass ich richtig essgestört war, dass ich zwei Mal wöchentlich zu einer Therapie ging, dass ich ständig heulen konnte, dass ich ein schreckliches Körpergefühl hatte, dass ich schlanker war…..
Oh man, ich sollte jetzt aufhören darüber zu schreiben. Gerade ist mein Wunsch abzunehmen und/oder so geliebt zu werden, wie ich bin…
Bevor sich die anwachsende Flüssigkeit in meinen Augen noch zu einer Träne formt, mache ich lieber Schluß und lenke mich noch ein wenig ab…