Gedanken.Los

… der Versuch, das Gefühlschaos zu ordnen

Archiv für September, 2009

Stop!

Diese Videos sind wirklich triggernd, ich hätte sie nicht anschauen solln.
Es waren nur 1 1/2, aber dennoch – sofort sind wieder diese Gedanken in meinem Kopf.
Aber zum Glück hab ich noch früh genug aufgehört, bevor ich wirklich wieder in die Essstörungfalle getappt bin.
Gestern habe ich mich wieder so gut gefühlt beim Hungern…
Heute ist es wieder oke. Die Arbeit hat mich abgelenkt und ich bin auch nicht stark hungrig oder so,
gestern hätte es ja auch schnell in einen Essanfall enden können, tat es aber nicht – alles war ok.
Von daher geht es mir schon besser. Nur gerade, als ich nach Jeanshosen geschaut hab‘, habe ich mich wieder schrecklich fett und hässlich gefühlt. Sieht ja auch wirklich eklig aus.. ):
Dennoch kann ich das Verlangen nach der Bulimie unter Kontrolle halten..
Ich werd jetzt n bissl Sport machen und mich danach entspannen.
Muskelaufbau ist doch viel besser als kotzen, beides zusammen wär auch nicht schlecht, aber nein, das will ich gerade nicht. Darauf habe ich keine Lust. Lieber nur Sport.
Denn zur Zeit ist es auch echt angenehm was die Gedanken bezüglich des Essens angeht, na klar habe ich noch Probleme, aber ich denke nicht mehr zwanghaft den ganzen Tag darüber nach, was ich noch essen darf und werde….
Somit habe ich doch ganz schön große Fortschritte gemacht….

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Welle der Übelkeit

Ich weiß auch nicht.
Mir ging es gut, ja wirklich.
Also mir geht’s doch eigentlich auch gut.
Aber es brauch manchmal nur eine Kleinigkeit und schwupps – ist mir wieder kotzübel,
und ich kann nichts dagegen machen. Ich könnt‘ heulen, ich könnt‘ kotzen, ich könnte vor Trauer und Wut wegrenn‘ – aber was mache ich dagegen?
Bin still, regungslos, verzweifelt, wütend.
Und das liegt nur an einer Kleinigkeit, ich schau bei seiner Freundesliste, und wen seh ich da?
die ex.
ok, es könnte schlimmer sein, und eine andere sein, aber dennoch,
es ist eigentlich egal welche Exfreundin es ist, nagut, außer vielleicht es wäre eine, die 10 Jahre zurück liegt, n Freund hat, verheiratet ist und ’n Kind hat.. aber so.. ich kann damit einfach nicht umgehen,
ich kann einfach nicht !

ich weiß auch nicht.. ich glaube, das sollte ich mal bei der Therapie ansprechen… demnächst.
ich meine, was soll denn das, einerseits dass er das macht, wo er ganz genau weiß, wie es mir damit geht, ich meine, er hat doch so auch zu ihr Kontakt, da musste das doch nicht auch noch sein, oder?
und andererseits, dass es mich so fertig macht…
jetzt kommen mir die Tränen…. ach so ein scheiß…
eigentlich sollte ich mich auf morgen vorbereiten, mir den Sendeablaufplan anschaun und durchgehen, was ich dann morgen in welcher Reihenfolge machen muss.. aber stattdessen sitz ich hier, kämpfe mit meinen Gefühlen, würde am liebsten gegen irgendetwas treten und schlagen, will ihn nicht sehen, will aber auch vergessen, was ich gesehen hab‘..
ich.. ach, ich muss das jetzt irgendwie aus meinem Kopf kriegen, mich ablenken…

Vor einem Jahr…

Jetzt ist schon ein Jahr vergangen.
Nun bin ich schon zweites Lehrjahr und die neuen Azubis sind jetzt in der Position, in der ich vor einem Jahr war.
Aber was mir am unwirklichsten vorkommt ist die Tatsache, wo ich noch vor einem Jahr stand.
Vor einem Jahr hatte ich gerade mal erst richtig mit der Therapie an der Charité begonnen,
vor einem Jahr ging es mir relativ gut und ich fühlte mich noch einigermaßen wohl in meinem Körper,
vor einem Jahr wusste ich noch nicht, wie viel Tränen ich wegen der Essstörung noch vergießen würde,
geschweige denn, wie sehr sie mich noch zum verzweifeln bringen würde.
Vor einem Jahr wusste ich noch nicht, dass ich bald durch die Hölle gehen würde,
denn damals dachte ich noch, das „gesund werden“ wäre nicht so schwer.
Vor einem Jahr konnte ich nicht einmal erahnen, dass mir die Heilung genau so viele Probleme bringen würde,
wie die Krankheit selber…